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Donnerstag, 20. Februar 2014

Android Launcher - Test

Es ist nicht zu glauben, wie schnell ich von meinem Handy Homescreen gelangweilt bin. Ich brauche immer etwas neues. Widgets nutz ich kaum, da diese fast immer mit erhöhtem Datenverkehr und Akkuverbrauch einhergehen. Was bleibt einem da noch übrig? Natürlich gibt es mit dem Themer eine supereinfache Methode, seinem Homescreen attraktiv und innovativ zu gestalten, allerdings war das bei mir zumindest ein ziemlicher Akkufresser. Apex, Nova und co. habe ich auch schon ausprobiert, fand aber nichts davon wirklich ansprechend. Vor allem eben waren sie wieder relativ langweilig, ist eben doch immer das selbe.

Deshalb habe ich mal einige Launcher abseits der Norm ausprobiert und möchte ein paar meiner Erfahrungen teilen.


Launcher8

Launcher8 ist ein Launcher im Windows-Phone-Look, der sich einfach anpassen lässt. Es werden Live-Kacheln unterstützt, es ist immer etwas in Bewegung und die Animation beim Öffnen einer App sieht aus wie auf einem "echten" Windows Phone. Man kann das Farbschema aus einer Vielzahl von Farben auswählen und es somit an den eigenen Geschmack (oder an die Handyhülle) anpassen.
Der App-Drawer sieht auch aus wie beim Windows-Phone, was ich jetzt nicht soo super finde, weil diese Liste doch relativ unübersichtlich und unnötig umständlich ist, aber das muss jeder selbst entscheiden.
Dafür, dass so viel los ist auf diesem Bildschirm, bleibt der Akkuverbrauch übersichtlich, auch wenn manchmal, vielleicht in Kombination mit irgendwelchen Apps, ich konnte dem noch nicht näher auf den Grund gehen, der Akku ziemlich runterrennt, was sich nach einem Neustart allerdings wieder relativiert hat. Ich habe den Launcher8 eine Woche lang ausprobiert und find ihn sehr schick. Ausprobieren lohnt sich!

Hier geht's zum Launcher8!


Smart Launcher

Mein Favorit bisher ist ganz klar der Smart Launcher. Hier sieht das Display sehr übersichtlich und aufgeräumt aus, solange man nicht zu viele Verknüpfungen darauf legt. Diese werden, je nach Einstellung, in Linien oder in einem Kreis ("Flower") angeordnet. Hier muss man gleich das erste und einzige größere Manko ansprechen: Das Sortieren der Verknüpfungen gestaltet sich etwas umständlich, da sie nicht frei angeordnet werden, sondern beim Erstellen einer Verknüpfung "nachgeschoben" werden und beim neu anordnen immer nur zwei Verknüpfungen ausgetauscht werden. Ist es dann aber eingerichtet, ist das kein Problem mehr. Die Uhr kann verschiedene Designs haben und durch ein Widget ausgetauscht werden, außerdem kann mit der Pro-Version eine extra Widget-Seite angelegt werden. Da ich wie anfangs bereits erwähnt kein Freund von Widgets bin, nutze ich diese Möglichkeit aber nicht.

Zur individuellen Anpassung können Designs, in vielen Fällen kostenlos, heruntergeladen werden, außerdem können andere Icon-Pakete installiert werden.

Der Clou beim Smart Launcher ist der App Drawer. Man öffnet ihn, indem man das entsprechende Icon anklickt oder - je nach Einstellung - von links bzw rechts auf den Homescreen wischt. Der Smart Launcher ordnet die Apps selbstständig in Kategorien wie zum Beispiel Kommunikation, Internet, Spiele, Tools ein. Ist man mit dieser Einteilung nicht einverstanden, kann man selbstverständlich die Apps auch in andere Kategorien ziehen. Durch die Einteilung in Kategorien muss man nicht ewig wischen und suchen, sondern hat alle Apps in 2 Klicks erreicht.

Des Weiteren bietet der Smart Launcher die Möglichkeit Apps auszublenden, was zum Beispiel von Vorteil ist, wenn man für die SMS Hangouts verwendet, oder einen alternativen Browser, mit dieser Funktion kann man die Stock Apps ausblenden und hat so einen aufgeräumteren App Drawer. Als Add-On hat man die Möglichkeit, Notifications zu installieren, die auf dem Homescreen an den Icons in Form einer kleinen Zahl angezeigt werden, praktisch!

Der Akkuverbrauch ist sehr gering, was den Launcher noch um ein ganzes Stück attraktiver macht. Definitiv mit mein Lieblingslauncher zur Zeit und einen oder mehrere Blicke wert!

Hier geht's zum Smart Launcher!


Lightning Launcher

Seit kurzem begeistert mich der Lightning Launcher. Im Moment lächerliche 304 Kilobyte groß, doch er bietet schier unendliche Möglichkeiten. Man kann jede Verknüpfung bis ins winzigste Detail anpassen, von der Größe über Schatten über Texte über Hintergrundbilder (ja, nur in den Kästen, die die Verknüpfung darstellen und und und. Man kann hier einen normalen Homescreen anlegen, wie man es von Android gewohnt ist, man kann theoretisch einen Homescreen in der Optik eines Windows Phones basteln, man muss nicht zwangsläufig einen Balken unten haben, in dem Drawer, Telefon und co geparkt sind, sondern man kann ihn auch links, rechts, oben, unten hinpacken oder gleich ganz weglassen und den kompletten Homescreen nutzen. In meinem Beispiel sieht das alles natürlich sehr chaotisch aus, aber ich wollte nur einmal einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten geben, und das ist nur die Spitze des Eisberges. Kreative Köpfe können sich hier super austoben, als Kreativitätsanstöße schaut euch einfach mal die Beispielbilder im Play Store an. Übrigens kann man hier zehnmillionentausend Homescreens anlegen, siehe Screenshot - ich nutze einen. ;)

Probleme scheint es wohl mit Widgets (ihr wisst schon Bescheid...) zu geben, bei vielen Widgets scheint er häufiger zu crashen. Ich nutze keine Widgets, bei mir läuft er einwandfrei und sehr akkusparend. Obendrein ist er so winzig und das bei diesen Einstellungsmöglichkeiten, ich bin begeistert!


Hier geht's zum Lightning Launcher!


Mir gefallen alle drei Launcher sehr gut, und wer sein Android mal etwas auffrischen will, sollte sie sich auf jeden Fall mal anschauen! Viel Spaß damit!

Montag, 28. Oktober 2013

GTA San Andreas und GTA IV - Ein Vergleich



Vorneweg: Ich spiele zurzeit GTA IV - zum ersten mal richtig. Das liegt nicht daran, dass ich vorher keine Zeit gehabt hätte oder so, im Gegenteil. Ich habe mir seinerzeit extra für GTA IV sogar meine XBOX 360 gekauft! Aber ich war schlicht und einfach enttäuscht. Aber fangen wir etwas weiter vorne an.


GTA San Andreas

San Andreas war auf Anhieb mein absolutes Lieblingsspiel. Einen Protagonisten zu haben, der mit aller Kraft versucht, ein guter Mensch zu sein, aber eben doch manchmal durchgreifen muss, seine Gang um seinen großen Bruder, die schier unerschöpflichen Möglichkeiten, ihn anzuziehen, zu frisieren, tattoowieren, Skills auszubauen etc, die unglaubliche Vielfalt an Radiosendern, die großen und vielschichtigen Städte und die weitläufige Umgebung, die vielen Waffen und Fahrzeuge, das alles zusammen war so ein großartiges Spielerlebnis, sowas gab es vorher nirgendwo und sowas sollte es auch so schnell nicht mehr geben. Ich weiß gar nicht, wie viele Stunden ich in dieses Spiel gesteckt habe (in Stunden kann man das sowieso nicht mehr messen, da wären Tage oder Wochen vernünftiger), und auch wenn ich keine Haupt- oder Nebenmission erledigt, keine Fotos gemacht, keine Drogen ausgeliefert, kein Rennen gefahren und keine Freundin ausgeführt habe, war es nie langweilig. Es war einfach zu cool, K-Rose zu hören und zu versuchen, mit einem Mähdrescher den Mount Chiliad zu erklimmen. Oder einfach mit dem Jet oder der Boeing über die gesamte Karte zu fliegen. Oder Fallschirm zu springen. Oder Bandenkriege zu provozieren. Oder... Ich denke, die Möglichkeiten, die GTA San Andreas einem bietet, sind hinreichend bekannt.


GTA IV, die Erste.

Und dann kam GTA IV. Als erstes GTA, dass ich auf einer Konsole gespielt habe. Da hat mich als PC-Kind die Steuerung schonmal sehr gefordert. Man kam aber damit zurecht, wenn auch mehr schlecht als recht. Dann hatte man eine dunkle Stadt anstelle der hellen weitläufigen Straßen und Landschaft. Einen Unsympathen als Protagonisten und eine Nervensäge als ersten Ansprechpartner. Eine etwas realistischere, aber wesentlich schwierigere Fahrphysik als bei den Vorgängern. Nervende Beziehungen zu Kumpels, die einen ständig anrufen und beleidigt sind, wenn man partout keine Zeit oder Lust hat. Das neue Fahndungssystem, das an sich durchdachter ist, aber schnell auf die Nerven geht, weil man ständig von der Polizei angefahren und daraufhin gesucht wird. Das alles hat dafür gesorgt, dass ich meistens nur ein wenig rumgefahren bin, Schlägereien und Schießereien angezettelt habe und der Controller schnell im Eck lag. Mit stärkerer Hardware und einem super Angebot bei Steam habe ich auch nochmal für den PC zugeschlagen, auf dem das Spiel allerdings unspielbar ist. So war das Kapitel GTA IV für mich erstmal erledigt.


GTA IV, die Zweite.

In der Zwischenzeit habe ich San Andreas noch einmal durchgespielt, zum mittlerweile dritten mal, und es hat immer noch Spaß gemacht, allerdings ist die schon zu Release etwas kantige und verwaschene Grafik in der Zwischenzeit kaum mehr zu ertragen. Big Smoke wird von mal zu mal nerviger, genauso wie die Bandenkriege und Autorennen, die man in erster Linie noch hinter sich bringt, weil es eh gemacht werden muss, Individualisierungen an Körper und Auto nutzt man kaum noch. Die Missionen und Charaktere sind nachwievor super, aber die Euphorie über das Spiel ist doch sichtlich abgeebbt und lässt mich das Spiel etwas nüchterner betrachten. Es ist nachwievor ein großartiges Spiel, aber das motivierte mich, GTA IV noch einmal eine Chance zu geben.

Also noch einmal von vorn, nur diesmal ein wenig unvoreingenommener. Mittlerweile sind 4 Jahre vergangen, GTA V steht schon in den Startlöchern, und die Episodes liegen noch eingeschweißt im Regal, daran muss ich etwas ändern. Also wieder den Controller in die Hand und von vorn anfangen, der alte Speicherstand war eh für die Katz. Das Intro ist immer noch grandios, die Autos steuern sich immer noch schwierig, Roman nervt. Aber ich merke, wie ich diesmal Niko Bellic schon wesentlich cooler und abgeklärter finde. Er ist immer noch der unsympathische Verbrecher, aber eben auch saucool. An die Fahrphysik gewöhnt man sich schnell, wenn man nur will. Und mit dem ersten Freundes-Bonus motiviert es einen auch, ab und an mit Little Jacob zu KFC Cluckin' Bell zu fahren, da man ihn im Gegenzug jederzeit mit einem Kofferraum voller Waffen, natürlich zum Vorzugspreis, zu sich ordern kann, auch in Missionen. Die Missionen machen Spaß und fordern, ohne allzu frustrierend zu sein. Vor allem hat man eine Vielzahl an verschiedenen Missionen, vom einfachen Auftragsmord über Kletter- und Sprungpassagen über Autorennen über Sam-Fisher-Schleich-Aktionen über Denkaufgaben über Bewerbungsgespräche bis hin zu ein-Mann-Armee-Einsätzen, bei denen man besser im Vorfeld seinen zu erwartenden Lohn  in Sturmgewehrmunition umsetzt. Dass es "nur" eine Stadt ist, ist auch vollkommen in Ordnung, wenn man kein Umland erwartet, die Stadt ist so groß und lebendig, das macht schon einiges wett. Es gibt immer irgendwas zu sehen. Die Passanten sind vielfältig, während man in den Vorgängern noch copy-paste-Bürger hatte. Die verschiedenen Stadtteile, vom Bankenviertel bis zu den Sozialbauwohnungen, sind so authentisch, die Grafik macht den Rest. Außerdem sind die Charaktere einfach grandios! Die Mimik, die es bei San Andreas ja nur rudimentär gab, und die Sprecher leisten einen sehr überzeugenden Job, es werden tatsächlich so etwas wie Emotionen rübergebracht. Man weiß von Niko, dass er ein Ziel verfolgt, weil er noch eine offene Rechnung mit jemandem hat, man will es selbst auch erreichen, ohne zu wissen, worum es eigentlich genau geht. Um das ganze abzurunden, ist die Story so supergut geschrieben, mit unerwarteten Wendungen und schockierenden Zwischenfällen, dass sie viele Kriminalfilme in den Schatten stellt. Super!


Fazit

Ich liebe San Andreas nachwievor und werde es auch bald wieder spielen, aber San Andreas und IV sind wirklich zwei paar Schuhe. Hat man bei San Andreas noch die überzogene comichafte Welt und die Story und Spielelemente, die man als "best of Zeitgeist" zusammenfassen könnte, jedoch ohne wirklichen glaubhaften Zusammenhang, ist GTA IV ein wahrhaftes Kriminal-Meisterwerk, ohne allzu sehr entscheidende Freiheiten einzugrenzen, die man beim Vorgänger noch hatte, und ohne weniger sarkastisch, beißend, parodistisch zu sein. Anspielungen und Seitenhiebe finden sich an jeder Ecke, die Charaktere sind gleichermaßen glaubhafter und doch teilweise auch lustig, und noch immer ist alles hemmungslos überzogen. Ich freue mich schon, es noch vollständig durchzuspielen und die Episodes nachzuschieben!

Und: So sehr ich es hier schlechtrede, das ist alles nur relativ. San Andreas ist und bleibt mein Lieblingsspiel. Zumindest bis ich mir GTA V leisten kann...?

Bilderquelle: http://gta.wikia.com/ , Collage von mir

Dienstag, 10. September 2013

Review: Harry Potter und der Stein der Weisen

Ich bin ein großer Fan der Bücher und mit ihnen aufgewachsen, weshalb mir die Verfilmung sehr am Herzen lag, und obwohl es keine 1:1 Umsetzung des Buches ist, hat Chris Columbus einen im wahrsten Sinne zauberhaften Film hingezaubert.

Die 3 Hauptdarsteller haben zwar optisch kaum etwas mit den Bücher-Charakteren zu tun, dennoch sind sie gut besetzt, und die Schauspieler haben sich auch im Laufe der Filme super entwickelt. Außer Dan Radcliffe hatte meines Wissens keiner vorher Schauspielerfahrung, und dafür machen sie ihre Sache wirklich gut. In den Nebencharakteren finden sich viele bekannte Namen, und keiner ist fehlbesetzt.

Die Locations wurden schön und aufwändig gestaltet - das ganze wird noch eindrucksvoller, wenn man die ausführlichen Making-Ofs anschaut, die in den Ultimate Editions enthalten sind. Auch wenn Hogwarts oft verändert wurde im Laufe der Filme, so ist das Hogwarts, das man in den Filmen von Chris Columbus sieht, das Hogwarts, das man auch als kleiner Junge mit der Nase im Buch besuchen wollte. Zauberei, warme Farben, eine super Athmosphäre! Auch die wenigen anderen Locations - die Zugfahrt, die Winkelgasse, das Haus und die Nachbarschaft der Dursleys - sind gut getroffen und häufig wie in meiner Vorstellung.

Nicht zuletzt muss der grandiose Soundtrack von John Williams erwähnt werden, der sich durch den ganzen Film zieht. Das ist glaube ich auch der Punkt, warum der Film die Wirkung hat, die er hat. In nahezu jeder Szene gibt es eine darauf passend komponierte Musik, mal dominanter, mal im Hintergrund.

Inhaltlich gefällt mir der Film auch sehr gut. Das Buch wurde gut umgesetzt, jedoch hat der Film auch teilweise Sachen abändern müssen - das schadet jedoch nicht, im Gegenteil. So ist ein stimmiger Film herausgekommen, der nicht zu überladen ist.

Außerdem sind die Chris Columbus Verfilmungen noch nicht so zugemüllt mit Emotionen - das stört mich gerade bei den späteren Filmen, ab dem dritten, wenn Harry anfängt ständig minutenlang gedankenverloren über die Ländereien zu starren. Die ersten Filme haben auch Emotionen, aber aus 2 Gründen wesentlich subtiler: Zum einen, weil es den Schauspielern natürlich an entsprechender Erfahrung mangelt, zum anderen, weil sich Chris Columbus den Film nicht allzu lang machen wollte und dennoch möglichst viel unterbringen. Da hat man keine Zeit für so langgezogene Szenen.

Alles in allem ist das - trotz seines und meines Alters - einer meiner Lieblingsfilme, den in immer wieder gern an einem gemütlichen Abend oder einem Sonntag anschau.